BGM - Betriebliches Gesundheitsmanagement - Was ist das eigentlich?

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nicht.“
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Gesundheit ist unser höchstes Gut und die wichtigste Grundlage für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. 
Was Arthur Schopenhauer schon vor knapp 200 Jahren wusste, ist aufgrund diverser Herausforderungen der heutigen Zeit aktueller denn je: der demografische Wandel, die veränderten Arbeitswelten und die Digitalisierung sind hier nur einige Beispiele.


Betriebliches Gesundheitsmanagement

Wir Menschen verbringen einen Großteil unseres Lebens auf der Arbeit. Das heißt, wir sind den dort herrschenden Bedingungen mehrere Stunden am Tag ausgesetzt. Deswegen verfolgt das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) die Ziele, einerseits Belastungen durch ungünstige Arbeitsplatzbedingungen zu minimieren und andererseits die individuelle Gesundheitskompetenz der MitarbeiterInnen zu erhöhen. Beides zusammen dient dem übergeordneten Ziel die Gesundheit, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten langfristig und nachhaltig zu stärken. Dabei geht es allerdings um viel mehr als nur um die in diesem Zusammenhang oft erwähnte Reduzierung von Fehlzeiten: gesunde und damit motivierte MitarbeiterInnen sind maßgeblich für den Erfolg eines Unternehmens verantwortlich.

Also: Je gesünder und motivierter die Beschäftigten sind, desto größer ist auch der Benefit für das Unternehmen selbst.


Gründe für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement

Viele Unternehmen sehen bei einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement zunächst die damit verbundenen vermeintlich hohen Kosten. Doch auf dem zweiten Blick wird deutlich, dass das BGM vor allem zu vielen positiven Veränderungen führt und es sich dadurch auf lange Sicht auszahlt:

  Nutzen für Unternehmen

  • Senkung der krankheitsbedingten Ausfälle und Kosten
  • Senkung der Fluktuation
  • Erhalt von Wissen und Erfahrung im Unternehmen
  • Sicherung der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten
  • Steigerung der Produktivität und Qualität
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Arbeitgeberimages

  Nutzen für Beschäftigte

  • Verringerung von (Arbeits-) Belastungen und gesundheitlichen Risiken
  • Verbesserung der Zufriedenheit und des Betriebsklimas
  • Verbesserung der Gesundheit
  • Stärkung der Leistungsfähigkeit und Motivation

Wie Sie sehen, sind die Gründe für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement zahlreich, vielfältig und erfolgsversprechend.

Welche Strategien gibt es im Betrieblichen Gesundheitsmanagement?

Bei der Gestaltung des BGM werden analog zu den oben formulierten Zielen grundsätzlich zwei Strategie- bzw. Interventionsansätze verfolgt:

Betriebliches Gesundheitsmanagement
Verhältnisbezogener Ansatz:

Verhältnisbezogene Maßnahmen zielen auf die gesundheitsförderliche Gestaltung der Rahmenbedingungen. Dies beinhaltet die Unternehmenskultur und die gelebten Werte sowie Themen der Arbeitsorganisation, gesunde und mitarbeiterorientierte Führung und ein förderndes Arbeitsplatzumfeld.

Betriebliches Gesundheitsmanagement
Verhaltensbezogener Ansatz:

Der verhaltensorientierte Ansatz des Betrieblichen Gesundheitsmanagements trägt zur Befähigung der Beschäftigten zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten bei. So erwerben sie Wissen und Kompetenzen, um besser mit Belastungen umzugehen und sich gesundheitsförderlich zu verhalten. Dies gelingt vor allem durch Information, Motivation und Qualifikation der Beschäftigten.

Beide Ansätze können in den folgenden Handlungsfeldern des Betrieblichen Gesundheitsmanagements Anwendung finden:

  • Unternehmenskultur und -philosophie
  • Organisationsentwicklung
  • Personalentwicklung & -management
  • Arbeitsschutzmanagement
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement
  • Betriebliche Gesundheitsförderung

Was ist der Unterschied zwischen Betrieblicher Gesundheitsförderung und Betrieblichem Gesundheitsmanagement?

Die Begriffe BGF und BGM werden in der Praxis fälschlicherweise oftmals gleichgesetzt. Dabei ist die Betriebliche Gesundheitsförderung eine Teildisziplin des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

BGF umfasst die Maßnahmen, die in einem Unternehmen zur Prävention und Förderung von Mitarbeitergesundheit angeboten werden. Darunter fallen u.a. Sportkurse, ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze, Seminare zu diversen Gesundheitsthemen, gesundes Kantinenessen und weitere Angebote. Betriebliche Gesundheitsförderung adressiert dabei vor allem speziell die Mitarbeitenden und deren Gesundheit und setzt dafür Einzelleistungen ein. Damit ist BGF ein wesentlicher Bestandteil, hat jedoch erst einen nachhaltigen und effektiven Nutzen, wenn sie durch ganzheitliche Strategien und Maßnahmen systematisch im Unternehmen implementiert und umgesetzt wird – durch ein Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement kann als die Gestaltung und (Weiter-) Entwicklung von betrieblichen Strukturen, Prozessen und Rahmenbedingungen auf allen Ebenen eines Unternehmens bezeichnet werden. Der Fokus liegt hier weniger auf den einzelnen Beschäftigten oder Angeboten, sondern eher auf der Implementierung und Umsetzung eines klassischen Managementsystems in das Unternehmen mit dem Ziel der Gesunden Arbeit.

Die Hauptbausteine, auf denen das Betriebliche Gesundheitsmanagement aufbaut, sind die gesetzlichen Verpflichtungen des Arbeitgebers zum Arbeitsschutz (ArbSchG) und zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM, nach § 167 Absatz 2 SGB IX). Die dritte Säule des BGM bildet die Betriebliche Gesundheitsförderung. Sind diese drei Säulen gut konstruiert und stabil gebaut, entsteht ein Gesundes Unternehmen als Fundament und Grundlage für Ihren Erfolg.


Was sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement?

Damit ein BGM erfolgreich sein kann, ist es notwendig, dass insbesondere die Geschäftsführung sich deutlich für das Betriebliche Gesundheitsmanagement positioniert, es trägt und fördert.

Durch eine partnerschaftliche Unternehmenskultur sowie ein gesundheitsförderndes Betriebsklima, welches durch Respekt, Wertschätzung, Fairness und Offenheit geprägt ist, wird das Erreichen von (ökonomischen) Ziele vereinfacht. Die damit verbundenen Strukturen, Prozesse und Rahmenbedingungen sollten hierfür systematisch gelenkt, gestaltet und kontinuierlich verbessert werden. Das gelingt vor allem durch die interdisziplinäre Vernetzung der unterschiedlichen Akteure im Unternehmen sowie die Verknüpfung diverser (bereits bestehender und auch neuer) Einzelmaßnahmen und Ressourcen.

Außerdem sollten den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben werden, aktiv am BGM mitzuwirken und ihnen gegenüber stets eine klare Informationskultur und transparente Kommunikation stattfinden. Vor allem sollte das Betriebliche Gesundheitsmanagement insgesamt ganzheitlich und systematisch aufgebaut und umgesetzt werden.

So schaffen Sie als Arbeitgeber größtmögliche Transparenz, Vertrauen und Akzeptanz und können nachhaltig positiven Einfluss auf die Gesundheit der Beschäftigten nehmen und folglich auch auf den Erfolg Ihres Unternehmens.

Sie interessieren sich für das Betriebliche Gesundheitsmanagement oder haben Fragen zu unseren Angeboten?

Dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns.


Ihre persönliche Ansprechpartnerin im Bereich BGM

Nina Planer

Referentin für Betriebliches Gesundheitsmanagement

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